P2P-Kredite

P2P-Plattformen im Vergleich

Stand: 25. September 2026 · 9 Plattformen

Die bekanntesten P2P-Plattformen für Anleger aus Deutschland auf einen Blick. Die Reihenfolge ist keine Rangliste. Details zu jeder Plattform findest du im Anbieter-Überblick.

Hohes Risiko

P2P-Kredite sind riskante Geldanlagen ohne Einlagensicherung. Ein Teil- oder Totalverlust ist möglich, und dein Geld ist nicht immer sofort verfügbar. Investiere nur einen kleinen Teil deines Vermögens und nur Geld, dessen Verlust du verkraften kannst.

P2P-Plattformen im Vergleich
PlattformSitzSeitRegulierungMindestanlageRückkaufZweitmarktAuto-InvestZinsen (typisch)
Mintos Lettland 2015 MiFID II 50 € Ja Ja Ja ca. 9–11 %
Bondora (Go & Grow) Estland 2008 national 1 € – Nein Nein bis zu 6 %
PeerBerry Kroatien 2017 keine 10 € Ja Ja Ja ca. 7,5–10 % (plus Treuebonus bis 1 %)
Robocash Kroatien 2017 keine 10 € Ja Ja Ja ca. 8–10,5 %
Esketit Kroatien 2020 keine 10 € Ja Ja Ja ca. 7–13 %
Viainvest Lettland 2016 MiFID II 50 € Ja Nein Ja ca. 10–13 %
Twino Lettland 2015 MiFID II 1 € (Flexi: 10 €) Nein Ja Ja ca. 8,5–12 % (Flexi: 6 %)
Lande Lettland 2020 ECSP 50 € Nein Ja Ja ca. 10–14 % (Schnitt rund 11 %)
EstateGuru Estland 2013 ECSP 50 € Nein Ja Ja ca. 10 %

So liest du den Vergleich

  • Regulierung: MiFID II bedeutet Aufsicht als Wertpapierfirma mit Anlegerentschädigung bis 20.000 Euro bei Pflichtverletzungen der Plattform. ECSP ist eine EU-Lizenz für Schwarmfinanzierung mit Aufsicht, aber ohne Entschädigung. „Keine“ heißt: keine behördliche Aufsicht.
  • Rückkauf: Der Kreditanbieter kauft einen Kredit bei Zahlungsverzug zurück. Das hilft nur, solange er selbst zahlungsfähig ist.
  • Zweitmarkt: Hier kannst du Kredite vor Laufzeitende an andere Anleger verkaufen – wenn es Käufer gibt.
  • Zinsen (typisch): Durchschnittliche Werte laut Anbietern und Branchendaten vor Ausfällen und Steuern. Keine Garantie.

Einordnung nach Regulierung

  • Wertpapierfirma (MiFID II): Mintos, Viainvest, Twino. Stärkste Aufsicht unter den P2P-Plattformen.
  • Schwarmfinanzierung (ECSP): Lande, EstateGuru. EU-Lizenz mit Offenlegungspflichten.
  • Nationale Aufsicht: Bondora (Go & Grow). Unternehmen beaufsichtigt, Produkt aber nicht einlagengesichert.
  • Nicht reguliert: PeerBerry, Robocash, Esketit. Keine behördliche Aufsicht, Schutz hängt allein am Unternehmen.

Worauf du bei der Auswahl achten solltest

  1. Regulierung prüfen: Eine Lizenz ist kein Garant, aber ein wichtiges Qualitätsmerkmal.
  2. Kreditanbieter anschauen: Stammen alle Kredite aus einem Konzern, hängt alles an diesem einen Unternehmen.
  3. Krisenbilanz beachten: Wie hat die Plattform 2020 (Corona) und 2022 (Ukraine-Krieg) reagiert?
  4. Transparenz fordern: Seriöse Plattformen veröffentlichen Zahlen zu Ausfällen, Inkasso und Finanzen.
  5. Liquidität einplanen: Ohne Zweitmarkt ist dein Geld bis zum Laufzeitende gebunden.
  6. Klein anfangen und streuen: Mehrere Plattformen, viele Kredite, kleiner Anteil am Vermögen.

Häufige Fragen

Welche P2P-Plattform ist die beste?

Die eine beste Plattform gibt es nicht. Regulierte Plattformen mit vielen unabhängigen Kreditanbietern bieten mehr Schutz, unregulierte Plattformen oft etwas höhere Zinsen. Wer investiert, sollte über mehrere Plattformen streuen.

Sind regulierte P2P-Plattformen sicher?

Sicherer, aber nicht sicher. Eine MiFID-II-Lizenz bringt Aufsicht und eine Anlegerentschädigung von bis zu 20.000 Euro bei Pflichtverletzungen der Plattform. Kreditausfälle und Pleiten von Kreditanbietern deckt sie nicht ab.

Wie viele Plattformen sollte ich nutzen?

Wer P2P-Kredite beimischt, verteilt das Geld oft auf zwei bis vier Plattformen mit unterschiedlichen Kreditanbietern. So hängt nicht alles an einem Unternehmen.

Quellen und Stand

Angaben laut Anbietern und Branchendaten, Stand: 25. September 2026. Zinsen sind typische Werte vor Ausfällen und Steuern, keine Garantie. Konditionen ändern sich häufig – prüfe vor einer Anlage immer die aktuellen Angaben der Plattform.

Wir erhalten für die hier genannten Plattformen keine Provision.

Grundlagen: Was sind P2P-Kredite?