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MSCI World vs. FTSE All-World: Welcher Welt-Index passt zu dir?

Kurz gesagt

Der wichtigste Unterschied: Der MSCI World enthält nur Industrieländer, der FTSE All-World zusätzlich Schwellenländer wie China, Indien oder Taiwan mit rund 10 bis 12 Prozent Gewicht. Dadurch sinkt der USA-Anteil von rund 70 auf rund 60 Prozent. Beide sind solide Basisinvestments. Wer mit einem einzigen ETF die ganze Welt abdecken will, greift eher zum FTSE All-World oder MSCI ACWI. Wer schon einen MSCI-World-ETF hat, muss nicht verkaufen.

Inhaltsverzeichnis

MSCI World vs. FTSE All-World ist eine der häufigsten Fragen, wenn du deinen ersten Welt-ETF suchst. Beide Indizes stehen für „die Weltbörse“, beide werden von Millionen Anlegern per Sparplan bespart, und beide sind eine solide Grundlage für den langfristigen Vermögensaufbau. Trotzdem unterscheiden sie sich in einem wichtigen Punkt: den Schwellenländern.

In diesem Ratgeber erfährst du, was hinter den beiden Indizes steckt, wie sich Länder- und Branchenanteile unterscheiden, was die Vergangenheit über die Renditen verrät und was die bekanntesten ETFs kosten. Am Ende findest du eine Entscheidungstabelle und eine klare Antwort auf die Frage, ob sich ein Umstieg lohnt, wenn du schon investiert bist. Falls du noch nicht genau weißt, wie ein ETF funktioniert, lies zuerst unseren Grundlagenartikel Was ist ein ETF?.

MSCI World vs. FTSE All-World: der Unterschied auf einen Blick

Beide Indizes bilden große und mittelgroße börsennotierte Unternehmen ab und werden nach Börsenwert gewichtet. Der Börsenwert (auch Marktkapitalisierung) ist der Preis aller Aktien eines Unternehmens zusammen. Große Unternehmen haben im Index also mehr Gewicht als kleine. Die Unterschiede liegen vor allem in der Länderauswahl:

MSCI World FTSE All-World
Anbieter MSCI FTSE Russell
Länder 23 Industrieländer rund 49 Länder (Industrie- und Schwellenländer)
Unternehmen rund 1.300 rund 4.300
Schwellenländer keine rund 10 bis 12 %
USA-Anteil rund 70 % rund 60 %
Unternehmensgröße große und mittelgroße große und mittelgroße
Gewichtung nach Börsenwert nach Börsenwert

Die Zahlen verändern sich laufend mit den Börsenkursen und bei Indexanpassungen. Aktuelle Werte findest du in den Factsheets der Indexanbieter, also den regelmäßig veröffentlichten Kurzübersichten mit Länder-, Branchen- und Renditedaten.

Kurz gesagt: Der FTSE All-World ist im Kern ein MSCI World plus Schwellenländer. Fast alle großen Unternehmen aus dem MSCI World stecken auch im FTSE All-World. Deshalb entwickeln sich beide Indizes über weite Strecken sehr ähnlich. Unterschiede entstehen vor allem dann, wenn sich Schwellenländer deutlich anders entwickeln als die Industrieländer.

Der MSCI World im Detail

Der MSCI World wird seit 1969 vom US-Indexanbieter MSCI berechnet und ist der bekannteste Aktienindex für Industrieländer. Er ist so etwas wie der Standard-Maßstab, an dem sich viele Fonds und Anleger messen.

Welche Länder sind enthalten?

Enthalten sind 23 Industrieländer, im Fachjargon „Developed Markets“. Dazu gehören die USA, Kanada, Japan, Australien, Neuseeland, Hongkong, Singapur, Israel und zahlreiche europäische Länder wie Deutschland, Frankreich, Großbritannien, die Schweiz oder die Niederlande. Ob ein Land als Industrieland gilt, entscheidet MSCI nach festen Kriterien, etwa Wirtschaftsleistung, Größe und Zugänglichkeit des Aktienmarkts sowie Stabilität der Regeln für ausländische Anleger.

Wie viele Unternehmen stecken drin?

Der MSCI World umfasst rund 1.300 Unternehmen. Das klingt nach sehr viel Streuung, und das ist es auch. Weil aber nach Börsenwert gewichtet wird, machen die größten Unternehmen einen überproportional großen Teil aus. Die zehn größten Positionen, derzeit vor allem große US-Technologiekonzerne, bringen es zusammen auf einen deutlich zweistelligen Prozentanteil.

Was fehlt im MSCI World?

Drei Dinge fehlen: Schwellenländer wie China, Indien, Taiwan oder Brasilien, kleine Unternehmen (Small Caps) und natürlich alles, was nicht an der Börse gehandelt wird. Das ist kein Mangel, sondern eine bewusste Abgrenzung. Wer Schwellenländer dabeihaben möchte, ergänzt sie mit einem zweiten ETF oder wählt einen Index, der sie bereits enthält.

Der FTSE All-World im Detail

Der FTSE All-World stammt von FTSE Russell, einem Indexanbieter, der zur Londoner Börsengruppe gehört. Er deckt Industrie- und Schwellenländer gemeinsam ab, zusammen rund 49 Länder mit rund 4.300 Unternehmen. Bekannt geworden ist er in Deutschland vor allem durch den Vanguard FTSE All-World, einen der größten und beliebtesten Welt-ETFs.

Warum so viel mehr Unternehmen?

Die zusätzlichen rund 3.000 Unternehmen stammen überwiegend aus Schwellenländern. Viele davon sind im Vergleich zu US-Konzernen klein und haben im Index nur ein winziges Gewicht. Die hohe Zahl sieht deshalb nach deutlich mehr Streuung aus, als sie in der Praxis bringt. Entscheidend ist nicht die Anzahl, sondern wie das Geld verteilt ist.

Andere Länderregeln als MSCI

FTSE Russell und MSCI teilen die Welt nicht immer gleich ein. Das bekannteste Beispiel ist Südkorea: FTSE zählt das Land zu den Industrieländern, MSCI zu den Schwellenländern. Für dich als Anleger ist das kaum relevant, solange du einen Index nutzt, der beide Gruppen enthält. Es erklärt aber, warum die Schwellenländer-Anteile verschiedener Indizes nicht exakt gleich sind.

Wie oft wird der Index angepasst?

Beide Indexanbieter überprüfen ihre Indizes regelmäßig, meist mehrmals im Jahr. Unternehmen, die zu klein geworden sind, fallen heraus, neue große Unternehmen kommen hinzu. Der ETF vollzieht diese Änderungen automatisch nach. Du musst dich um nichts kümmern, weder beim MSCI World noch beim FTSE All-World.

Der Hauptunterschied: Schwellenländer

Schwellenländer, auf Englisch „Emerging Markets“, sind aufstrebende Volkswirtschaften, die sich noch auf dem Weg zum Industrieland befinden. Dazu gehören etwa China, Indien, Taiwan, Brasilien, Mexiko, Saudi-Arabien oder Südafrika. Sie stehen für einen großen Teil der Weltbevölkerung und wachsen wirtschaftlich oft schneller als Industrieländer.

Warum nur rund 10 bis 12 Prozent?

Viele Einsteiger wundern sich, warum Schwellenländer im FTSE All-World nur rund 10 bis 12 Prozent ausmachen, obwohl dort ein Großteil der Menschen lebt. Der Grund ist die Gewichtung nach Börsenwert, genauer gesagt nach dem frei handelbaren Börsenwert. Viele große Unternehmen in Schwellenländern gehören teilweise dem Staat oder Gründerfamilien. Nur der Teil der Aktien, den Anleger tatsächlich an der Börse kaufen können, zählt für den Index. Außerdem sind viele Volkswirtschaften dort noch weniger über die Börse organisiert als etwa in den USA.

Chancen und Risiken von Schwellenländern

Für Schwellenländer spricht, dass sie eine junge Bevölkerung, steigende Einkommen und Nachholbedarf haben. Gegen eine hohe Gewichtung sprechen die Risiken:

  • Stärkere Schwankungen: Der MSCI Emerging Markets verlor in Euro gerechnet in seiner schlimmsten Phase 59,79 Prozent, mehr als der MSCI World.
  • Politische Risiken: Staatliche Eingriffe, Kapitalverkehrskontrollen oder Sanktionen können Anleger hart treffen.
  • Währungsrisiken: Die Währungen vieler Schwellenländer schwanken stark gegenüber dem Euro.
  • Schwächere Anlegerrechte: Regeln zur Unternehmensführung und Transparenz sind nicht überall so streng wie in Europa oder den USA.

Das heißt nicht, dass Schwellenländer schlecht sind. Es heißt nur, dass ihr Gewicht zu deiner Risikobereitschaft passen sollte. Mit rund 10 bis 12 Prozent im FTSE All-World sind sie eine Beimischung, die dein Depot breiter macht, ohne es zu dominieren.

Wie stark überschneiden sich die Indizes?

Weil der FTSE All-World die Industrieländer fast vollständig enthält, überschneiden sich beide Indizes zu rund 90 Prozent, gemessen am Gewicht. Wer einen MSCI-World-ETF besitzt, hat also bereits den allergrößten Teil dessen, was auch im FTSE All-World steckt. Der Unterschied liegt im Kern in den rund 10 Prozent Schwellenländern und in kleinen Verschiebungen durch die abweichende Länderklassifizierung.

USA-Anteil und Klumpenrisiko

Beide Indizes sind stark von US-Unternehmen geprägt. Im MSCI World machen sie rund 70 Prozent aus, im FTSE All-World rund 60 Prozent. Das liegt nicht an einer Vorliebe der Indexanbieter, sondern daran, dass die US-Börse den größten Teil des weltweiten Börsenwerts ausmacht. Viele dieser Konzerne verdienen ihr Geld zudem weltweit, nicht nur in den USA.

Was ist ein Klumpenrisiko?

Ein Klumpenrisiko entsteht, wenn ein großer Teil deines Geldes von derselben Entwicklung abhängt. Bei Welt-ETFs ist das die US-Börse und dort vor allem eine Handvoll großer Technologiekonzerne. Laufen diese über Jahre schlecht, spürst du das deutlich, egal ob im MSCI World oder im FTSE All-World. Der Unterschied zwischen beiden Indizes ist spürbar, aber nicht riesig.

So verändert sich der USA-Anteil je nach Aufteilung

Wie stark du die USA gewichtest, hängt davon ab, wie du Industrie- und Schwellenländer kombinierst. Eine einfache Rechnung mit rund 70 Prozent USA-Anteil im MSCI World:

Aufteilung Rechnung USA-Anteil im Aktienteil
100 % MSCI World 100 % × 70 % rund 70 %
88 % MSCI World + 12 % Schwellenländer 88 % × 70 % rund 62 %
FTSE All-World oder MSCI ACWI laut Factsheet rund 60 %
70 % MSCI World + 30 % Schwellenländer 70 % × 70 % rund 49 %

Du siehst: Die 88/12-Aufteilung landet fast beim Wert eines All-World-ETFs. Erst die 70/30-Aufteilung senkt den USA-Anteil spürbar unter die Hälfte. Das hat aber seinen Preis, nämlich einen deutlich höheren Anteil der schwankungsanfälligeren Schwellenländer.

Die Währung spielt mit

Ein oft übersehener Punkt: Mit einem Welt-ETF investierst du zum größten Teil in US-Dollar und andere Fremdwährungen, auch wenn du den ETF in Euro kaufst. Steigt der Dollar gegenüber dem Euro, hilft das deiner Rendite. Fällt er, schmälert das deine Rendite, selbst wenn die US-Aktien in Dollar gerechnet gestiegen sind. Dieses Währungsrisiko trägst du bei beiden Indizes. Über viele Jahre gleicht es sich oft teilweise aus, garantiert ist das aber nicht.

Einen „richtigen“ USA-Anteil gibt es nicht. Wie du die Frage für dein gesamtes Depot beantwortest, erklären wir im Ratgeber ETF-Portfolio zusammenstellen.

Branchen: Was steckt in den Indizes?

Neben den Ländern lohnt ein Blick auf die Branchen, auch Sektoren genannt. Beide Indizes sind in der Branchenverteilung sehr ähnlich, weil die großen Industrieländer den Ton angeben.

Technologie ist der größte Block

In beiden Indizes ist der Technologiesektor derzeit mit Abstand die größte Branche. Dazu kommen Unternehmen, die zwar anderen Sektoren zugeordnet sind, aber stark von Technologie leben, etwa große Internet- und Plattformkonzerne. Dahinter folgen Finanzwerte wie Banken und Versicherungen, Gesundheit, Industrie und Konsum. Kleinere Anteile entfallen auf Energie, Rohstoffe, Versorger und Immobilien.

Was die Schwellenländer bei den Branchen ändern

Die Schwellenländer verschieben die Branchenverteilung im FTSE All-World nur leicht. Dort sind etwa Banken, Rohstoffunternehmen und einige große Halbleiterhersteller vergleichsweise stark vertreten. Weil die Schwellenländer insgesamt nur rund 10 bis 12 Prozent ausmachen, bleibt das Bild aber sehr ähnlich wie beim MSCI World.

Branchen ändern sich mit der Zeit

Die Branchenverteilung ist keine feste Größe. Vor einigen Jahrzehnten dominierten Öl-, Industrie- und Finanzkonzerne die Weltbörsen, heute sind es Technologieunternehmen. In 20 Jahren kann es wieder anders aussehen. Ein nach Börsenwert gewichteter Index passt sich automatisch an: Wächst eine Branche, wächst ihr Gewicht. Du musst die Gewinner von morgen nicht selbst finden.

Wer bewusst eine andere Branchenmischung möchte, etwa mehr Unternehmen mit stabilen Ausschüttungen, findet im Ratgeber zur Dividenden-Strategie eine Einordnung, wie das mit einem Welt-ETF zusammenpasst.

Historische Renditen im Vergleich

Welcher Index hat sich besser entwickelt? Für den FTSE All-World nennen wir hier keine eigenen Zahlen. Stattdessen nutzen wir den MSCI ACWI als Näherung. Der ACWI (All Country World Index) enthält wie der FTSE All-World große und mittelgroße Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern und ist inhaltlich sehr ähnlich. Ganz identisch sind beide nicht, die Renditen weichen deshalb leicht voneinander ab.

Die folgende Tabelle zeigt annualisierte Renditen, also die durchschnittliche jährliche Wertentwicklung mit Zinseszinseffekt. Grundlage sind MSCI-Factsheets mit Stand 31.08.2026, in Euro und „netto“, also mit wiederangelegten Dividenden nach Abzug von Quellensteuern:

Index 10 Jahre p. a. Seit Ende 2000 p. a. Größter Einbruch
MSCI World 12,53 % 6,64 % −53,6 %
MSCI ACWI (Näherung für FTSE All-World) 12,10 % 6,59 % −53,06 %
MSCI Emerging Markets 8,83 % 8,26 % −59,79 %

Was die Zahlen für 10.000 Euro bedeuten

Um die Prozentwerte greifbar zu machen, eine Modellrechnung mit 10.000 Euro Einmalanlage, ohne Kosten und Steuern:

Zeitraum MSCI World MSCI ACWI Unterschied
10 Jahre rund 32.560 € rund 31.340 € rund 1.220 €
Ende 2000 bis 31.08.2026 rund 52.070 € rund 51.450 € rund 620 €

In den vergangenen zehn Jahren lag der MSCI World vorn. Der Grund: Die US-Börse lief außergewöhnlich stark, während sich viele Schwellenländer schwächer entwickelten. Über den längeren Zeitraum seit Ende 2000 liegen beide Indizes dagegen fast gleichauf, der Unterschied beträgt nur 0,05 Prozentpunkte pro Jahr.

Drei Lehren aus der Vergangenheit

  1. Die Reihenfolge wechselt. Die Schwellenländer lagen seit Ende 2000 mit 8,26 Prozent pro Jahr sogar vor dem MSCI World, in den letzten zehn Jahren aber deutlich dahinter. In den 2000er-Jahren waren sie klar stärker. Wer eine Region wählt, weil sie zuletzt besser lief, kauft oft genau zum falschen Zeitpunkt.
  2. Große Einbrüche gehören dazu. Alle drei Indizes haben zwischenzeitlich mehr als die Hälfte verloren. Das gilt für den MSCI World genauso wie für den ACWI. Kein Welt-Index schützt dich vor einem Crash.
  3. Die letzten zehn Jahre waren außergewöhnlich. Zweistellige Renditen pro Jahr sind kein Normalzustand. Für eigene Planungen sind vorsichtige Annahmen wie 5 bis 6 Prozent vor Kosten sinnvoller.

Die Vergangenheit ist also kein guter Grund, sich für den einen oder anderen Index zu entscheiden. Beide Indizes haben sich über lange Zeiträume sehr ähnlich entwickelt. Mit dem ETF-Rechner kannst du die historischen Renditen verschiedener Indizes selbst vergleichen und mit eigenen Beträgen durchspielen.

Kosten der beliebtesten ETFs

Auf beide Indizes gibt es viele ETFs. Zwei der größten und bekanntesten sind:

ETF ISIN Ertragsverwendung Laufende Kosten (TER)
iShares Core MSCI World IE00B4L5Y983 thesaurierend 0,20 %
Vanguard FTSE All-World IE00BK5BQT80 thesaurierend 0,14 %
Vanguard FTSE All-World IE00B3RBWM25 ausschüttend 0,14 %

Stand: September 2026. Vanguard hat die Kosten des FTSE All-World Ende Juli 2026 von 0,19 auf 0,14 Prozent gesenkt. Auf den MSCI World gibt es inzwischen auch ETFs mit noch niedrigeren Kosten. Die Nennung ist keine Kaufempfehlung. Prüfe vor dem Kauf immer die aktuellen Angaben des Anbieters.

Die TER (Total Expense Ratio, auf Deutsch Gesamtkostenquote) sind die laufenden Kosten des Fonds pro Jahr. Du zahlst sie nicht separat, sie werden täglich anteilig aus dem Fondsvermögen entnommen und stecken bereits im Kurs. Ob thesaurierend (Erträge werden automatisch wieder angelegt) oder ausschüttend (Erträge werden aufs Konto gezahlt) besser zu dir passt, erklären wir im Vergleich thesaurierend vs. ausschüttend.

Wie viel machen 0,06 Prozentpunkte aus?

Der Unterschied zwischen 0,20 und 0,14 Prozent klingt klein, und das ist er auch. Eine Modellrechnung: Du sparst 25 Jahre lang 200 Euro im Monat, insgesamt 60.000 Euro. Vor Kosten nehmen wir 6 Prozent Rendite pro Jahr an.

TER Rendite nach Kosten Endwert nach 25 Jahren
0,20 % 5,80 % rund 134.410 €
0,14 % 5,86 % rund 135.650 €

Nach 25 Jahren liegen rund 1.240 Euro zwischen beiden Varianten, also knapp 1 Prozent des Endwerts. Das ist nicht nichts, aber auch kein Grund für schlaflose Nächte. Viel stärker wirkt, wie viel du sparst, wie lange du dabeibleibst und ob du in einem Crash verkaufst. Deine eigenen Zahlen kannst du im Sparplan-Rechner durchrechnen.

TER ist nicht alles

Die TER zeigt nicht alle Kosten und Erträge eines Fonds. Aussagekräftiger ist die Tracking Difference, also die tatsächliche Abweichung der ETF-Rendite von der Indexrendite über mehrere Jahre. Ein ETF mit etwas höherer TER kann in der Praxis genauso gut oder besser abschneiden als ein vermeintlich günstigerer. Achte außerdem auf ein ausreichend großes Fondsvolumen und darauf, dass dein Broker den ETF als kostenlosen Sparplan anbietet. Welche Anbieter das tun, zeigt unser Broker-Vergleich.

Beide oben genannten ETFs haben ihren Sitz in Irland, erkennbar an der ISIN, die mit „IE“ beginnt. Das ist bei Welt-ETFs mit hohem USA-Anteil üblich, weil irische Fonds auf US-Dividenden weniger Quellensteuer zahlen. Für deine Entscheidung zwischen MSCI World und FTSE All-World macht das keinen Unterschied.

Alternativen: MSCI ACWI, ACWI IMI und Kombinationen

MSCI World und FTSE All-World sind nicht die einzigen Wege zu einem weltweiten Aktiendepot. Diese Alternativen solltest du kennen:

Variante Was drin ist Schwellenländer Anzahl ETFs Aufwand
MSCI ACWI große und mittelgroße Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern rund 10 bis 12 % 1 sehr gering
MSCI ACWI IMI wie ACWI, zusätzlich kleine Unternehmen rund 10 bis 12 % 1 sehr gering
MSCI World + Schwellenländer 88/12 ungefähr Marktgewicht wie ein All-World-ETF rund 12 % 2 gering
MSCI World + Schwellenländer 90/10 etwas weniger Schwellenländer als 88/12 10 % 2 gering
MSCI World + Schwellenländer 70/30 Schwellenländer bewusst übergewichtet 30 % 2 gering

MSCI ACWI: der enge Verwandte

Der MSCI ACWI ist inhaltlich fast ein Zwilling des FTSE All-World. Beide enthalten große und mittelgroße Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern in ihrem natürlichen Marktgewicht. Kleine Unterschiede entstehen durch die Länderklassifizierung, etwa bei Südkorea. Ob du einen ETF auf den ACWI oder auf den FTSE All-World wählst, ist eher eine Frage der Kosten und der Sparplan-Angebote deines Brokers als eine grundsätzliche Entscheidung.

MSCI ACWI IMI: noch breiter

IMI steht für „Investable Market Index“. Der ACWI IMI nimmt zusätzlich kleine Unternehmen (Small Caps) auf und deckt damit einen noch größeren Teil des weltweiten Börsenwerts ab. Weil Small Caps nach Börsenwert nur ein geringes Gewicht haben, verändert das die Entwicklung im Vergleich zum ACWI nur wenig. Wer mit einem einzigen Produkt möglichst die gesamte Weltbörse abdecken will, findet hier die breiteste Lösung. Die Auswahl an ETFs auf diesen Index ist allerdings kleiner.

88/12 oder 90/10: die Marktgewicht-Kombination

Du kombinierst einen MSCI-World-ETF mit einem Schwellenländer-ETF auf den MSCI Emerging Markets. Bei 88 zu 12 bildest du ungefähr das nach, was auch in einem All-World-ETF steckt. 90 zu 10 ist eine gerundete Variante, die ebenfalls nah am Marktgewicht liegt. Inhaltlich hast du damit kaum einen Unterschied zum FTSE All-World, aber zwei ETFs statt einem.

Der Vorteil: Du steuerst den Anteil selbst und kannst ihn später ändern. Der Nachteil: Mit der Zeit verschiebt sich das Verhältnis, weil sich beide ETFs unterschiedlich entwickeln. Du musst also gelegentlich nachsteuern, das sogenannte Rebalancing. Ein All-World-ETF erledigt das automatisch.

70/30: die bewusste Wette auf Schwellenländer

Die 70/30-Aufteilung gewichtet die Schwellenländer mit 30 Prozent fast dreimal so hoch wie ihren Anteil am weltweiten Börsenwert. Wer so aufteilt, setzt darauf, dass Schwellenländer wirtschaftlich aufholen, und möchte den USA-Anteil verringern. Das ist eine bewusste Entscheidung, keine neutrale Grundeinstellung. Schwellenländer schwanken stärker, und in den vergangenen zehn Jahren lagen sie deutlich hinter dem MSCI World. Ob sich das umkehrt, weiß niemand.

So teilst du die Sparrate auf

Bei den Kombinationen teilst du deine Sparrate einfach nach der Zielgewichtung auf. Beispiele für 100 und 200 Euro im Monat:

Aufteilung 100 € im Monat 200 € im Monat
1 All-World- oder ACWI-ETF 100 € 200 €
88/12 88 € + 12 € 176 € + 24 €
90/10 90 € + 10 € 180 € + 20 €
70/30 70 € + 30 € 140 € + 60 €

Achte auf die Mindestrate deines Brokers. Bei manchen liegt sie bei 25 oder 50 Euro pro Sparplan. Dann lassen sich kleine Raten nicht sinnvoll auf zwei ETFs aufteilen, und die 1-ETF-Lösung ist klar im Vorteil. Wie du einen Sparplan Schritt für Schritt anlegst, zeigt unsere Anleitung ETF-Sparplan einrichten.

Entscheidungstabelle: Welcher Index passt zu dir?

Die folgende Tabelle hilft dir bei der Entscheidung. Es gibt keine falsche Wahl unter diesen Varianten, nur unterschiedliche Schwerpunkte.

Deine Situation Passende Lösung Warum
Du willst mit einem einzigen ETF die ganze Welt abdecken FTSE All-World oder MSCI ACWI Schwellenländer im Marktgewicht, kein Nachsteuern nötig
Deine Sparrate ist klein, etwa 25 bis 50 € FTSE All-World oder MSCI ACWI keine Aufteilung nötig, Mindestraten kein Problem
Du willst bewusst nur Industrieländer MSCI World keine Schwellenländer und damit keine direkten Schwellenländer-Risiken
Du willst den Schwellenländer-Anteil selbst bestimmen MSCI World + Schwellenländer-ETF flexibel, z. B. 88/12, 90/10 oder 70/30
Du willst den USA-Anteil deutlich senken MSCI World + Schwellenländer 70/30 USA-Anteil rund 49 %, dafür höheres Schwankungsrisiko
Du willst auch kleine Unternehmen dabeihaben MSCI ACWI IMI breiteste Abdeckung mit einem ETF
Du hast schon einen MSCI-World-ETF weiter besparen, optional Schwellenländer-ETF ergänzen kein Verkauf, keine Steuern
Du legst für ein Kind an einfacher Welt-ETF, oft All-World wenig Pflegeaufwand über viele Jahre

Wenn du gar nicht weiterkommst: Nimm die einfachste Lösung. Ein einziger ETF auf den FTSE All-World oder den MSCI ACWI ist nicht schlechter als die anderen Varianten und auch nicht „zu einfach“. Für Kinder gelten ein paar rechtliche und steuerliche Besonderheiten, die wir im Ratgeber zum Junior-Depot erklären.

Wichtiger als die Indexwahl ist ohnehin, dass dein Anlagehorizont lang genug ist. Geld, das du in den nächsten Jahren brauchst, gehört nicht in einen Aktien-ETF, egal auf welchen Index. Wie du deinen Anlagehorizont bestimmst, erklären wir in einem eigenen Ratgeber.

Schon investiert: Umsteigen oder nicht?

Viele Anleger besparen seit Jahren einen MSCI-World-ETF und fragen sich, ob sie auf den FTSE All-World umsteigen sollten. Die kurze Antwort: In den allermeisten Fällen lohnt sich ein Verkauf nicht.

Warum ein Verkauf teuer werden kann

Wenn du ETF-Anteile mit Gewinn verkaufst, fällt auf den Gewinn Abgeltungsteuer an: 25 Prozent plus 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag darauf, zusammen 26,375 Prozent, gegebenenfalls zuzüglich Kirchensteuer. Bei Aktien-ETFs bleiben durch die Teilfreistellung 30 Prozent des Gewinns steuerfrei. Außerdem kannst du deinen Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro (Zusammenveranlagte 2.000 Euro) nutzen, sofern du ihn nicht schon anderweitig ausgeschöpft hast.

Ein Rechenbeispiel ohne Kirchensteuer: Dein MSCI-World-ETF ist 20.000 Euro wert, eingezahlt hast du 12.000 Euro. Der Gewinn beträgt 8.000 Euro.

Schritt Betrag
Gewinn beim Verkauf 8.000 €
davon steuerpflichtig nach 30 % Teilfreistellung 5.600 €
abzüglich Sparerpauschbetrag − 1.000 €
zu versteuern 4.600 €
Steuer (26,375 %) 1.213,25 €
verbleibt für den neuen ETF 18.786,75 €

Bei einem thesaurierenden ETF fällt die tatsächliche Steuer etwas niedriger aus, weil bereits versteuerte Vorabpauschalen beim Verkauf angerechnet werden. Das Prinzip bleibt aber gleich. Wie die Abgeltungsteuer genau funktioniert, erklärt unser Ratgeber zur Abgeltungsteuer.

Die Steuer ist nicht verloren, aber sie fehlt beim Zinseszins

Ehrlicherweise muss man sagen: Die 1.213,25 Euro zahlst du nicht zusätzlich. Irgendwann beim späteren Verkauf würdest du die Steuer ohnehin zahlen. Der Nachteil liegt darin, dass dir das Geld ab sofort fehlt und nicht mehr über Jahre mitwächst. Diesen Stundungseffekt, also den Vorteil, Steuern erst später zu zahlen, gibst du beim Umschichten auf.

Dem steht ein sehr kleiner Vorteil gegenüber. Selbst wenn der neue ETF 0,06 Prozentpunkte günstiger ist, sind das bei knapp 18.800 Euro nur rund 11 Euro im Jahr. Und ob der FTSE All-World in Zukunft besser oder schlechter läuft als der MSCI World, weiß niemand.

Die bessere Lösung: neue Raten umlenken

Statt zu verkaufen, lässt du deine bisherigen Anteile einfach liegen und änderst nur den Sparplan für die Zukunft. Dafür gibt es zwei Wege:

  1. Neuer Sparplan auf den All-World-ETF: Du stoppst den MSCI-World-Sparplan und besparst ab sofort einen FTSE-All-World- oder ACWI-ETF. Die alten Anteile bleiben im Depot und wachsen weiter.
  2. Schwellenländer-ETF ergänzen: Du behältst den MSCI-World-Sparplan und ergänzt einen Sparplan auf einen Schwellenländer-ETF. So kommst du ohne Verkauf auf eine Aufteilung wie 88/12.

Beim zweiten Weg kannst du die Lücke gezielt schließen. Beispiel: Du hast 20.000 Euro im MSCI World und möchtest auf 88/12 kommen. Dafür bräuchtest du rund 2.730 Euro im Schwellenländer-ETF (12/88 von 20.000 Euro). Leitest du deine 200 Euro Sparrate komplett in den Schwellenländer-ETF, ist das nach knapp 14 Monaten erreicht, Kursbewegungen außen vor. Danach teilst du die Rate im Verhältnis 176 zu 24 auf.

Schrittweise umschichten mit dem Sparerpauschbetrag

Wer seine Altbestände trotzdem nach und nach umschichten möchte, kann das steuerschonend tun. Hast du deinen Sparerpauschbetrag sonst nicht ausgeschöpft, kannst du jedes Jahr so viele Anteile verkaufen, dass rund 1.430 Euro Gewinn entstehen. Nach der Teilfreistellung sind davon genau 1.000 Euro steuerpflichtig, und die deckt der Freibetrag ab. Beachte: In Deutschland gelten beim Verkauf die zuerst gekauften Anteile als zuerst verkauft. Deren Gewinn ist oft besonders hoch.

Ob sich dieser Aufwand lohnt, ist fraglich. Für die meisten Anleger ist es einfacher, die alten Anteile liegen zu lassen. Zwei Welt-ETFs im Depot sind kein Problem.

Typische Fehler bei der Wahl des Welt-Index

Bei der Entscheidung zwischen MSCI World und FTSE All-World passieren immer wieder dieselben Fehler. Die meisten davon kosten mehr Rendite als die Indexwahl selbst.

  • Monatelang vergleichen statt anfangen: Der Unterschied zwischen beiden Indizes ist klein. Jeder Monat, den du nicht investierst, wiegt meist schwerer.
  • Nach der Rendite der letzten Jahre entscheiden: Die letzten zehn Jahre sprachen für den MSCI World, die 2000er-Jahre für Schwellenländer. Beides sagt wenig über die Zukunft.
  • MSCI World und FTSE All-World kombinieren: Weil sich beide zu rund 90 Prozent überschneiden, bringt das kaum zusätzliche Streuung. Du hast nur mehr Positionen im Depot.
  • Welt-ETF plus S&P 500 plus Technologie-ETF: Diese Kombination verstärkt den USA- und Tech-Schwerpunkt, statt Risiken zu verteilen.
  • Ohne Not umschichten: Wer einen laufenden MSCI-World-ETF verkauft, um auf den FTSE All-World zu wechseln, zahlt oft unnötig Steuern.
  • Nur auf die TER schauen: Ein paar Hundertstelprozentpunkte sind weniger wichtig als Fondsgröße, Tracking Difference und die Frage, ob du dabeibleibst.
  • 70/30 wählen, ohne das Risiko zu verstehen: Die höhere Schwellenländer-Quote ist eine Wette, die sich lohnen kann, aber nicht muss.

Warum uns solche Fehler so leicht passieren, erklärt unser Ratgeber zu den typischen Psychologie-Fehlern beim Investieren.

Checkliste für deine Entscheidung

  1. Notgroschen steht, und das Geld wird viele Jahre nicht gebraucht.
  2. Entscheidung getroffen: Schwellenländer ja oder nein?
  3. Wenn ja: im Marktgewicht (All-World, ACWI, 88/12, 90/10) oder bewusst höher (70/30)?
  4. Ein ETF oder zwei? Bei kleinen Raten eher einer.
  5. Konkreten ETF nach Index, TER, Tracking Difference, Fondsvolumen, Ertragsverwendung und Sitz ausgewählt.
  6. ETF über die ISIN im Depot gesucht, damit die richtige Variante im Sparplan landet.
  7. Prüfen, ob dein Broker den ETF als kostenlosen Sparplan anbietet.
  8. Schon investiert? Bestehende Anteile behalten, nur neue Raten umlenken.
  9. Einmal im Jahr prüfen, ob die Aufteilung noch passt, bei zwei ETFs über die Sparrate nachsteuern.

Wer neben dem Welt-ETF auch einzelne Aktien kaufen möchte, sollte diese als klar begrenzten Zusatz sehen. Wie das technisch funktioniert, erklären wir im Ratgeber Aktien kaufen.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen MSCI World und FTSE All-World?

Der MSCI World enthält rund 1.300 große und mittelgroße Unternehmen aus 23 Industrieländern. Der FTSE All-World umfasst rund 4.300 Unternehmen aus rund 49 Ländern, darunter Schwellenländer wie China, Indien oder Taiwan mit rund 10 bis 12 Prozent Gewicht. Dadurch ist der USA-Anteil im FTSE All-World mit rund 60 Prozent etwas niedriger als im MSCI World mit rund 70 Prozent.

Kann ich MSCI World und FTSE All-World kombinieren?

Das bringt kaum Vorteile. Die beiden Indizes überschneiden sich zu rund 90 Prozent, weil fast alle Unternehmen des MSCI World auch im FTSE All-World stecken. Du erhöhst damit nur die Zahl der Positionen in deinem Depot. Sinnvoller ist entweder ein einzelner All-World-ETF oder ein MSCI-World-ETF plus ein Schwellenländer-ETF.

Welcher Index hatte in der Vergangenheit die bessere Rendite?

In den zehn Jahren bis Ende August 2026 lag der MSCI World in Euro mit 12,53 Prozent pro Jahr vor dem MSCI ACWI mit 12,10 Prozent, den wir als Näherung für den FTSE All-World nutzen. Seit Ende 2000 lagen beide mit 6,64 und 6,59 Prozent fast gleichauf. Für die Zukunft sagt das wenig aus.

Brauche ich zusätzlich einen Schwellenländer-ETF?

Beim FTSE All-World oder MSCI ACWI nicht, dort sind Schwellenländer schon enthalten. Beim MSCI World ist ein zweiter ETF auf Schwellenländer optional, wenn du sie dabeihaben möchtest. Im Marktgewicht wären das rund 10 bis 12 Prozent, also etwa eine Aufteilung von 88 zu 12 oder 90 zu 10.

Sollte ich meinen MSCI-World-ETF verkaufen und auf den FTSE All-World umsteigen?

In den meisten Fällen nicht. Ein Verkauf löst auf die Gewinne Abgeltungsteuer aus, soweit sie nach Teilfreistellung den Sparerpauschbetrag übersteigen. Einfacher ist es, die alten Anteile zu behalten und nur neue Sparraten in einen All-World-ETF zu lenken oder einen Schwellenländer-ETF zu ergänzen.

Sind im MSCI World deutsche Unternehmen enthalten?

Ja, zum Beispiel SAP, Siemens oder die Allianz. Deutschland hat aber nur einen kleinen Anteil von wenigen Prozent, weil deutsche Unternehmen gemessen am weltweiten Börsenwert eher klein sind. Im FTSE All-World sind dieselben großen deutschen Unternehmen enthalten, ihr Anteil fällt dort wegen der zusätzlichen Schwellenländer sogar etwas geringer aus.

Ist ein 70/30-Portfolio besser als ein FTSE-All-World-ETF?

Nicht grundsätzlich. Die 70/30-Aufteilung gewichtet Schwellenländer mit 30 Prozent fast dreimal so hoch wie ihren Marktanteil und senkt den USA-Anteil auf rund die Hälfte. Das kann sich lohnen, muss aber nicht. Schwellenländer schwanken stärker und lagen in den vergangenen zehn Jahren hinter den Industrieländern. Ein All-World-ETF bildet den Weltmarkt neutral ab.

Fazit

MSCI World und FTSE All-World sind beide ausgezeichnete Grundlagen für den langfristigen Vermögensaufbau. Der FTSE All-World ist die einfachere Komplettlösung mit rund 10 bis 12 Prozent Schwellenländern und etwas geringerem USA-Anteil. Der MSCI World konzentriert sich auf Industrieländer und lässt sich mit einem Schwellenländer-ETF flexibel ergänzen. Über lange Zeiträume lagen die Renditen sehr nah beieinander, und auch der Kostenunterschied ist gering.

Viel wichtiger als die Wahl zwischen beiden ist, dass du überhaupt anfängst, dabeibleibst und bestehende Anteile nicht ohne Not verkaufst. Im nächsten Schritt klären wir, ob die thesaurierende oder die ausschüttende Variante besser zu dir passt. Wie du daraus ein komplettes Depot baust, liest du im Ratgeber ETF-Portfolio zusammenstellen.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ist keine Anlageberatung. Mehr erfahren