ETF-Rechner: Verschiedene ETFs und Beträge vergleichen
Wähle bis zu drei ETFs, gib deine Einmalanlage, deine monatliche Sparrate und die Dauer ein. Der Rechner zeigt dir, was daraus mit den historischen Renditen der jeweiligen Indizes werden könnte – und was verschiedene Sparraten bewirken.
So rechnet der ETF-Rechner
Für jeden ETF nimmt der Rechner eine gleichbleibende jährliche Rendite an und zieht davon die laufenden Kosten (TER) ab. Die Einmalanlage wird zum Start investiert, die Sparrate jeweils am Monatsende. Steuern, Ordergebühren und Inflation bleiben unberücksichtigt – dafür gibt es den Brutto-Netto-Vergleich.
Als Rendite kannst du drei Annahmen wählen: den langfristigen Schnitt seit Beginn der Indexdaten, den Schnitt der letzten zehn Jahre oder eine vorsichtige Variante, die zwei Prozentpunkte unter dem langfristigen Schnitt liegt. Du kannst jeden Wert auch selbst überschreiben.
Die Indexdaten im Überblick
Annualisierte Renditen laut den offiziellen MSCI-Factsheets (Stand 31. August 2026), beim S&P 500 aus den jährlichen Gesamtrenditen berechnet. Die TER ist ein typischer Wert für ETFs auf diesen Index.
| Index | 10 Jahre | Seit Beginn | Daten seit | Max. Verlust | TER |
|---|---|---|---|---|---|
| MSCI World | 12,53 % | 6,64 % | Ende 2000 | −53,6 % | 0,2 % |
| MSCI ACWI | 12,1 % | 6,59 % | Ende 2000 | −53,06 % | 0,2 % |
| MSCI Emerging Markets | 8,83 % | 8,26 % | Ende 2000 | −59,79 % | 0,18 % |
| MSCI Europe | 9,31 % | 5,59 % | Ende 1998 | −58,54 % | 0,12 % |
| MSCI USA | 15,35 % | 11,66 % | Ende 1987 | k. A. | 0,07 % |
| S&P 500 | 14,82 % (2016–2025) | 10,66 % | 1957 | k. A. | 0,07 % |
| MSCI ACWI High Dividend Yield | 10,31 % | 10,0 % | Mitte 1994 | k. A. | 0,3 % |
MSCI World, ACWI, Emerging Markets und Europe: Netto-Indizes in Euro (Dividenden nach Quellensteuer wieder angelegt). MSCI USA und ACWI High Dividend Yield: Brutto-Indizes in US-Dollar. S&P 500: Gesamtrendite inklusive Dividenden in US-Dollar, berechnet aus den Kalenderjahren 1957–2025 bzw. 2016–2025. Für Anleger in Euro weichen die Dollar-Werte durch den Wechselkurs ab.
Warum die letzten 10 Jahre zu optimistisch sein können
Die Jahre seit 2016 waren für Aktien – besonders für US-Technologiewerte – außergewöhnlich gut. Der langfristige Schnitt enthält dagegen auch schwere Krisen wie das Platzen der Dotcom-Blase und die Finanzkrise 2008. Für deine Planung ist der langfristige oder vorsichtige Wert meist realistischer.
Wichtig ist auch der größte Einbruch: Weltweite Aktienindizes haben in der Vergangenheit zeitweise mehr als die Hälfte ihres Werts verloren. Wer in so einer Phase verkauft, macht Verluste endgültig. Wie du damit umgehst, erklärt der Ratgeber Psychologie-Fehler beim Investieren.
Häufige Fragen
Welcher ETF ist der beste für Anfänger?
Für die meisten Einsteiger ist ein breit gestreuter Welt-ETF – etwa auf den MSCI World oder einen All-World-Index – eine solide Basis. Einzelne Regionen oder Themen sind eher Ergänzungen. Mehr dazu im Vergleich MSCI World vs. FTSE All-World.
Warum hat der USA-Index die höchste Rendite?
US-Aktien, allen voran große Technologiekonzerne, haben sich in den letzten Jahrzehnten besonders gut entwickelt. Ob das so bleibt, weiß niemand. Außerdem sind die USA-Werte in US-Dollar angegeben – in Euro kann die Rendite deutlich abweichen.
Kann ich mit einem ETF Geld verlieren?
Ja. Aktien-ETFs schwanken stark. In der Finanzkrise haben weltweite Indizes zeitweise mehr als 50 Prozent verloren. Über lange Zeiträume von 15 Jahren und mehr haben sich breit gestreute Indizes bisher erholt – eine Garantie dafür gibt es aber nicht.
Ist eine Einmalanlage besser als ein Sparplan?
Rein rechnerisch bringt eine frühe Einmalanlage bei steigenden Kursen mehr, weil das Geld länger arbeitet. Ein Sparplan verteilt dafür das Risiko eines ungünstigen Einstiegszeitpunkts und passt zu regelmäßigem Einkommen. Viele kombinieren beides.
Modellrechnung mit historischen Durchschnittsrenditen – keine Prognose und keine Anlageberatung. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Auch Verluste sind möglich.